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Editorial 11/2007 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Barbara Helige   

Ein stolzes Fest

100 Jahre Vereinigung der österreichischen Richterinnen und Richter, 100 Jahre bewegte Geschichte: Ein Jahr mit vielen Veranstaltungen in Wien und in den Bundesländern neigt sich dem Ende zu. Durch diese Symposien, Enqueten aber auch Feste unter dem Motto „Vom Gestern zum Morgen" zog sich der rote Faden, der seit 100 Jahren im Zentrum aller Bemühungen der Vereinigung der österreichischen Richterinnen und Richter steht: Die Hebung und Förderung der Rechtspflege und Rechtsstaatlichkeit Österreichs sowie Wahrung der richterlichen Unabhängigkeit (§ 3 der Satzung ).

Aber auch der inneren Haltung des Richters und der Richterin, die dieser hohen Verantwortung gerecht werden muss, wollten wir uns widmen. Es freut mich, dass unser Konzept aufgegangen ist, die Kolleginnenn und Kollegen engagiert und begeistert mitgemacht haben. So ist es gelungen, der Öffentlichkeit ein positives, selbstbewusstes, modernes Bild der Gerichtsbarkeit zu vermitteln und damit deutlich zu machen, dass wir den Herausforderungen der komplexen pluralistischen Gesellschaft gerecht werden können . Es freut mich umso mehr, als mir in insgesamt 25 Jahren Standesvertretung (ich bin nicht so alt, ich habe nur früh angefangen !), und besonders in den letzten 15 Jahren im Präsidium eine wahrhaft unabhängige, aber auch weltoffene und den Menschen zugewandte Gerichtsbarkeit ein ganz wichtiges Anliegen war . Manchen Erfolg konnten wir erzielen, wenn auch nicht alles gelungen ist.

Aber auch in harten Zeiten war es nicht schwer, mit Begeisterung bei der Sache zu bleiben: Gab und gibt es doch viele wie Kolleginnen und Kollegen, deren Engagement in ihrer beruflichen Tätigkeit für mich große Motivation darstellte. Umgeben von Funktionären und Funktionärinnen, denen die Rechtsprechung ein ebenso großes Anliegen wie mir war und ist, konnte die Zusammenarbeit nur Freude machen. Dafür bedanke ich mich sehr herzlich. Wenn ich auch nicht alle nennen kann, so möchte ich pars pro toto Sepp Klingler hervorheben, ein hervorragender Richter(-vertreter), von dem ich menschlich so viel gelernt habe und der uns immer noch fehlt.

Dem neu gewählten Präsidium und Vorstand wünsche ich viel Glück: Wichtige Aufgaben warten. Gut zu wissen, dass die Vereinigung der österreichischen Richterinnen und Richter - und damit auch die Gerichtsbarkeit - in Zukunft in besten Händen ist. Möge das Motto lauten: Die nächsten 100 Jahre werden noch besser als die ersten!

 
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