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Der Festakt |
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Am zweiten Tag fand die Festveranstaltung im prunkvollen Palais Ferstel
statt. Die Präsidentin der Richtervereinigung Barbara Helige
begrüßte die Festgäste und stellte in Ihrer Rede die Bedeutung der
Unabhängigkeit der Gerichtsbarkeit im Staatsgefüge dar. Der Präsident der Europäischen
Richtervereinigung und Vizepräsident der Internationalen
Richtervereinigung Ernst Markel sprach zum Thema des
Richtertages und ging dabei vor allem auf das Machtverhältnis der
Staatsgewalten und die Bedeutung der Gewaltentrennung ein. Sodann überbrachte der Vizebürgermeister der Stadt Wien Sepp Rieder die Grußworte des
Bürgermeisters der Stadt Wien. Anschließend vermittelte Bundesminister Dieter Böhmdorfer seine
Sicht der Justiz in den letzten Jahren. Nationalratspräsident Heinz Fischer überbrachte den "Gruß der
Gesetzgebung". In seinem Vortrag ging er auf die Gewaltentrennung
ein und meinte dabei, dass er es für gerechtfertigt halte, darüber
nachzudenken, dass jemand anderer als der Justizminister an der Spitze
der Weisungspyramide der Staatsanwälte stehe. Bundespräsident Thomas Klestil strich die Bedeutung einer
funktionierenden Justiz für den Staat hervor und befürwortete
ausdrücklich auch die Reform der Verwaltungsgerichtsbarkeit. Den Festvortrag hielt der Präsident des Europäischen Gerichtshofes
für Menschenrechte in Straßburg Prof. Dr. Luzius Wildhaber zum Thema
"Die Unabhängigkeit der Gerichte im Lichte der europäischen
Entwicklung".
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